Christopher Bartle

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Christopher Bartle
Bundestrainer des
britischen Vielseitigkeitskaders

Schwerpunkt: Vielseitigkeit

„A Horse can feel a fly. Man muss also nicht grob werden, um effektiv zu reiten.“

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Christopher Bartle kann eine ungewöhnlich vielseitige Laufbahn vorweisen: Als Mitglied des britischen Dressurkaders ritt er bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984. In der Dressur-Einzelwertung wurde er Sechster und war damit bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London bestplatzierter Brite in der Dressur. Im Vielseitigkeitskader gewann er Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften 1997 und ein Jahr später ging er bei den Badminton Horse Trails als Sieger durchs Ziel. Ab 2001 war er zusammen mit Hans Melzer Bundestrainer des deutschen Vielseitigkeitskaders, der in dieser Zeit sowohl bei den Europameisterschaften (2011) als auch bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 jeweils Mannschafts- und Einzel-Gold erreichen konnte. Heute trainiert er den Vielseitigkeitskader aus Großbritannien.

Christopher Bartle kam durch seine Mutter Nicole Bartle, die selber großes Interesse an Pferden und vor allem der Dressurreiterei hatte, früh zum Reiten. Nach seinem Wirtschaftsstudium an der University of Bristol war Christopher Bartle Amateur Jockey, was er allerdings wegen seiner Größe bald aufgeben musste. Daraufhin konzentrierte er sich wieder auf die Vielseitigkeit.

Sein günstig erworbenes Pferd, Wily Trout, hatte er durch eine Anzeige gefunden, die besagte: „Mutiges cross-country Pferd, aber kein Dressurtalent.“ Während des Trainings für sein erstes 4-Sterne-Turnier erlitt Wily eine Sehnenverletzung und war für die Vielseitigkeit nicht mehr geeignet.

„Als ich mit Wily nach einem Jahr Regenerierung wieder zu arbeiten anfing, probierte ich eigentlich eher zum Spaß, ihm fliegende Wechsel beizubringen, dann die Piaffe und Passage. Und dabei merkte ich, dass er ein wahnsinniges Talent als Dressurpferd hatte.“

Trotz seines Dressur-Erfolgs bei den Olympischen Spielen gibt Christopher Bartle zu, dass sein Herz mehr für die Vielseitigkeit schlägt.

„Ich bin der Meinung, dass man mit seinen Pferden das machen sollte, wo ihre Talente liegen.“

Zu seinem Job als Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeits­mannschaft sagte er:

„Mit der Mannschaft zu arbeiten ist großartig! Das Vielseitigkeitsreiten in Deutschland ist nicht so stark vertreten wie in Großbritannien. In Großbritannien zählt das Three-Day-Eventing zu den schwersten Disziplinen überhaupt, während ich in Deutschland früher den Eindruck hatte, dass viele denken, nur wer nicht gut genug für die Dressur oder das Springreiten ist, reitet Vielseitigkeit. Aber das hat sich geändert. Ich glaube, nicht zuletzt der Erfolg der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft in den letzten Jahren hat dazu beigetragen.“

Mehr zu Christopher Bartle findest du hier.

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