Eine Leinsamentorte für Dein Pferd

von Jeannette Aretz

Datum: 19.03.2018


pferdia a life with horses Leinsamen

Leinsamen haben für Pferde viele positive Auswirkungen. So als Torte sieht Leinsamen ganz schön schick aus, oder? Keine Sorge, ist einfach und schnell zu machen. Foto: Klara Freitag

 

 

Wer seinem Pferd mal was Gutes tun möchte, gibt ab und an gekochten Leinsamen. Hier ist ein Rezept für eine super gesunde Pferde-Torte aus Leinsamen und Haferflocken!

 

Warum ist Leinsamen gut für Pferde?

Leinsamen haben positive Auswirkungen in der Pferdefütterung. Der Leinsamen enthält direkt verwertbare Proteine, sowie Fettsäuren, die besonders gut im Dünndarm des Pferdes aufgenommen werden können. Die Schleimstoffe des Leinsamens sind außerdem sehr gesund für den empfindlichen Pferdedarm. Also: Ganz klar ein Superfood für Pferde!

 

Vom Kochtopf in den Stall

Dieses Rezept entstand durch einen absoluten Zufall: Sonntags, wenn ich Zeit für so einen Firlefanz habe, koche ich schon mal Leinsamen für's Pferd. Meine Stute mochte ihre Leinsamen aber leider nie wirklich, ich musste sie immer in Müsli verstecken, dann ging’s. Müsli bekam die Stute jedoch eigentlich überhaupt nicht, das nutzten wir nur zum Medikamente-Verstecken. Oder eben Leinsamen-Verstecken. Dann kam ich auf die Idee, in die kochenden Leinsamen Haferflocken zu schütten. Das fand sie schon mal vieeeel schmackhafter!

 

Aus Zufall erfunden

An einem Tag nahm ich die gekochte Leinsamenpampe noch im Topf mit zum Stall. Es war ein kalter Tag. Ich wollte sie in die Futterschüssel ausgießen, doch sie war schon zu sehr ausgekühlt – schütten ging nicht mehr. Also musste ich den Leinsamen-Haferflocken-Klumpatsch aus der Form stürzen. Er ploppte heraus wie ein fest gewordener Pudding. Und tataaa: Es blieb fest.

Übrigens ist es ganz wichtig, gekochten Leinsamen schnell abzukühlen und zu verfüttern. Er wird sehr schnell schlecht!

Die Konsistenz des Puddings, den ich da aus Zufall hergestellt hatte, war fantastisch, und ich begann zu testen: Es ließ sich stapeln! Eben wie eine richtige Torte! Das Pferd beißt dann einfach da herzhaft hinein. Da nichts anderes darin ist als Leinsamen und Haferflocken, plus eine Prise Salz für den der möchte, ist das Ganze wirklich gesund.

 

Hier ist mein Rezept für eine Leinsamen-Torte für Pferde:

  • 1 kleine Tasse Leinsamen in 3 Tassen Wasser aufkochen
  • ungefähr 10 Minuten kochen lassen (Kochzeit 5-10 Minuten, das ist wichtig. "Dadurch wird das Enzym Linease, das die Blausäure stoßweise freisetzt, zerstört", schreibt Futterexpertin Dr. Christina Fritz in "Pferde fit füttern", Cadmos Verlag)
  • wenn die Leinsamen beginnen, einzudicken, Haferflocken einrieseln lassen (nach Gefühl, ungefähr auch 1-2 Tassen)
  • wer mag, fügt eine gute Prise Salz zu
  • falls der Brei zu fest wird, aber die Mindestkochzeit noch nicht vorbei ist: Wasser nachschütten
  • die Konsistenz ist dann genau richtig, wenn der Brei zäh vom Löffel abreißt. Wenn er noch fließt, ist er zu flüssig.
  • vom Herd nehmen, in ein Gefäß füllen (wer eine Torte machen möchte, nimmt eine kleinere und eine größere Form)
  • auskühlen lassen, stürzen

 

Auf meinem Kuchen lagen zur Deko Apfelschnitze und Möhrenstücke. Die wurden natürlich zu allererst verspeist. Der Kuchen ist übrigens auch eine schöne Geste für Stallkollegen, die ihrem Pferd damit eine Freude machen können! 

 

*************

Einmal die Woche gibt's hier im pferdia-Magazin einen Artikel aus dem Blog www.alifewithhorses.de. Hier spreche ich, Jeannette, über Motivation & Gedanken zu den Pferden, zum Reiten und zum Drumherum. Wie für einen Pferdegeburtstag tolle Fotos entstehen, und wie Ihr Euer Pferd an Gasluftballons für ein Shooting gewöhnt, habe ich hier aufgeschrieben.  

 

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