Frage an Ingrid Klimke: Wie wird mein Pferd fleißig am Bein?

von Jeannette Aretz

Datum: 01.02.2016


 

 

Zeit für eine neue Folge von Ingrid Klimkes Videonachrichten! Wie immer gilt: Die Olympiasiegerin beantwortet eine Frage unserer Zuschauer.

 

Im letzten Videopost erklärte die Reitmeisterin, wie richtiges Treiben funktioniert. Darauf aufbauend geht es heute darum, was denn zu tun ist, wenn das Pferd bereits stumpf auf den Schenkel reagiert und es triebig geworden ist. Gestellt hat diese Frage eine Leserin, 16 Jahre alt, die ihr erstes Großpferd selbst ausbildet. Sie beschreibt ihn als trödeliger, als ihre Ponys das zuvor waren" und erklärt: 

 

„Er ist im Schritt gerne etwas faul. Die ganze Zeit Sporen bringt’s auf Dauer auch nicht,

die Gerte nimmt er auch nicht sonderlich gut an. Was würden Sie tun?“

 

Es geht also darum, das Pferd auf feine Hilfen abzustimmen, oder besser: es wieder daran zu gewöhnen. Hier sind Ingrid Klimkes Kernaussagen & Merksätze:

  

  • Es liegt stets am Reiter, nicht am Pferd!
  • Der Reiter muss sofort am Anfang die Aufgabenverteilung klar stellen. Die Reiterhilfen müssen vermitteln: Pferd, es ist Dein Job: Du trabst, ich sitz oben drauf. 
  • Ein Beispiel: Hört der Reiter auf im Galopp zu treiben, und das Pferd fällt in den Trab, dann soll der Reiter sofort mit dem Schenkel reagieren und diese Hilfe falls nötig auch mit Gerte oder Sporen verstärken.
  • Kurz, klar, präzise und sofort wieder unterlassen, wenn das Pferd reagiert. Loben!
  • Ziel ist, dass das Pferd merkt: „Es ist doch angenehmer, im Galopp zu bleiben“

 

pferdia tv KlimkeFleißig voran - ob im Spring-....
ferdia tv Klimke... oder im Dressursattel. Fotos: I.Vogel 

 

Eine Gute Übungsabfolge für solche Kandidaten: 

  • als Übung Trab-Halten-Trab-Halten auf der Zirkellinie reiten
  • 2 oder 4 Hütchen markieren die Übergänge 
  • Lob sofort fürs Pferd
  • Als Reiter dran erinnern: ich benutze feine Hilfen. Nicht schreien, schwitzen verausgaben. 

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren! Und immer im Hinterkopf behalten:

 

Der Reiter treibt nur, wenn es nötig ist. 

Kurz und knackig sagen: und doch.

Loben, wenn's funktioniert!

 

  

  

Das Pferd in positiver Spannung, FN-Verlag


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